Vom Warten, Arbeiten und einer leichten Blaseninkontinenz

Also ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich morgen wieder los darf…nicht das ich die Zeit mit meiner Familie, das wunderbare Weihnachtsfest und die rauschende Silvesterparty nicht genossen habe, aber dieses Warten und dies “Nichtstun“ das ist für ne Woche ja mal ganz nett und auch total schön, aber jetzt darf es auch gerne wieder los gehen. Je mehr ich hier herumliege und mich von der Küche ins Wohnzimmer kugele, umso schlimmer werden die Beschwerden. Ich habe manchmal das Gefühl, ich breche gleich in der Mitte durch. Gefühlt, sind meine Beine derzeit nicht tragfähig, was das Gewicht meines Bauches angeht und die Füße, wenn ich sie denn manchmal noch zu Gesicht bekomme, sind platter denn je. Essen kann ich, wenn überhaupt nur noch in winzigen Mäuserationen, obwohl mir mein Kopf, beim Anblick von Omas leckerem Putenbraten genau das Gegenteil flüstert: “Iss nur Kind iss, wer weiß wann es das nächste Mal so einen köstlichen Braten gibt.“

#IchhabeHunger habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen…dafür steht jetzt #diezwilbosnehmensichehwassiebrauchen #hasebringmirbitteschokoladeerdnussflipsundgummibärchenmit

Nachts brauche ich mittlerweile gefühlte 60 Sekunden um mich von der einen Seite auf die andere zu drehen, ganz zu schweigen von meiner gefühlte Blaseninkontinenz, die mich bis zu 15 mal nachts aufschrecken lässt und unter Sumoringer ähnlichen Verrenkungen auf die Toilette wanken lässt. Manchmal treffe ich dann eines unserer Kids. Wir halten dann meist noch ein kurzes Pläuschchen und gehen wieder in unsere Betten. Manchmal, wenn ich mein #schmerzerfülltesStöhnenwährendmeinesAufstehvorganges in der Lautstärke mal wieder nicht unter Kontrolle habe, wecke ich versehentlich Olli mit auf. Wenn wir dann beide erst mal so richtig wach sind, schieben wir im Moment häufig noch ein kleines nächtliches Brainstorming zu den Themen Familie, Kinder, Beruf und Schwangerschaft mit ein. Da quatscht uns auf jeden Fall nie jemand dazwischen und wir haben mal so richtig Zeit zu zweit.

Wir sollten später, wenn alle fünf Kinder da sind, vielleicht auch darüber nachdenken, romantische Essen in Zweisamkeit einfach in die Nacht zu verlegen. Klingt doch irgendwie spannend, so ein romantisches Candle Light Dinner mit einem guten Glas Rotwein zwischen 2 und 5 Uhr morgens. Man muss die Zeit und Ruhe nutzen wie sie kommt. 🙂

Wir werden sehen, erst mal lege ich jetzt morgen wieder los..gehe arbeiten und für mich damit wieder in meinen gefühlten Mutterschutz.. .einige werden sicherlich sagen, die spinnt doch, so viel tun ist doch nicht gut und denkt denn hier auch mal jemand an die Kinder!! Ja nur…Tag und Nacht…Minute für Minute…darum geht“s den Beiden ja auch so gut, sie wachsen großartig und selbst die Ärztin ist immer wieder ganz irritiert, das sich Zwillinge in der 34. Woche noch so gut bewegen und noch nach Lust und Laune drehen können. Ganz die Mutti halt:-)

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