Mach es zu deinem Projekt…

Ich habe mich monatelang vermeintlich perfekt darauf vorbereitet, was passiert wenn die beiden da sind, wenn wir gleichzeitig die Baustelle für den zweiten Laden eröffnen und ich zwei Wochen nach Geburt wieder arbeiten gehe. Ich habe alles bis ins feinste Detail geplant und alles drum herum versuchst im Vorwege zu organisieren. Aber was soll ich sagen: Ich hatte, in meiner Euphorie, ganz vergessen, wie wenig Schlaf man bekommt (und das ganze mal zwei!!!:-), wie viele Probleme auf so einer Baustelle aufkommen können, wie locker der Beckenboden noch sitzt, wenn man zwei Wochen nach der Geburt länger als zwei Stunden steht und wie wahnsinnig wichtig es ist, sich bei dem ganzen Stress noch als Frau zu fühlen. So mit ist mein Conciler seit drei Wochen zu meinem besten Freund und täglichem Begleiter geworden, mein Bett zu meinem zweitbesten Freund (aber wir sehen uns nicht so oft) und die Sonnenbank zur guten Bekannten, die ich seit Jahren nicht gesehen habe, bei der ich im Moment aber das Bedürfnis habe, Sie täglich zu treffen, weil sie mir gefühlt so gut tut.

Die Waage habe ich erst mal ganz weit unten in den Schrank gestellt, meine Augenlider möchte ich mir eigentlich spätestens nächste Woche straffen lassen und meine Haare werden immer grauer, so dass ich aus Verzweiflung und Zeitmangel heute schon auf eine #Loreal20Minutenichseheziemlich fleckigauseigenColourierung zurück gegriffen habe.

Mein Rückbildungskurs findet morgens
zwischen 6:45 und 6:50 unter der Dusche statt und den nächsten Friseurtermin habe ich vorsorglich schon mal auf den 18.06. gelegt….schenke ich mir dann zum Geburtstag.

ABER, was soll ich sagen: Ich habe es ja so gewollt….und ich kann Euch sagen: Ich will es genau so und nicht anders. Zwischen Baustelle, Ordertermin, Laden, Kindertanzen und Windeln wechseln hin und herspringen.

Nachts völlig entnervt durch Schreien geweckt werden um dann vor Ihren Betten zu stehen und zu denken: Mein Gott was für ein wunderbares Geschenk die beiden sind und wie sehr ich sie liebe.

Die Baustelle täglich zu besuchen und mich darüber aufzuregen, dass es nicht vorangeht und dann in ein paar Wochen da zu stehen und voller Stolz sagen zu können, dass es so richtig schön geworden ist.

Abends nach Hause zu kommen um dann in vier erwartungsvolle Augen zu gucken: “Mama, was kochst Du heute Abend?“ Um dann noch schnell eine kleine Aufmerksamkeit des Hause zu zubereiten.

5 Kinder bis spätestens 19:55 Uhr im Bett zu haben um dann ab 20 Uhr, wenn alle Kinder mehr oder weniger schlafen (Ja das ist nicht gelogen, dass klappt schon ganz gut) mit Olli auf der Couch zu sitzen, Weinschorle zu trinken und darüber zu debattieren, wie wir die Sachen noch verbessern können und wie wir gemeinsam Dinge ändern können. Ok manchmal debattieren wir nicht nur….da streiten wir auch mal richtig doll, aber auch das gehört dazu.

Ich mache es zu meinem Projekt…und es macht mir sehr viel Spaß & Freude, ist manchmal sehr anstrengend, aufwühlend und Kräfteaufreibend, aber es ist mein Leben, genauso wie ich es mir ausgesucht habe. Manchmal ist der Weg ein bisschen holprig, aber dann biege ich einfach ab und da ist der Weg dann wieder eben und gut zu befahren.:-) Ich freue mich auf jeden Fall auf viele weitere Fahrten, auf welchen Wegen auch immer!:-)

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