Mamaliness im Schnee

Wir sind zurück aus dem #großfamilienskiurlaub2017 in Galtür….Es war sehr schön, aufregend, nervig, sonnig, kalt, familiär, turbulent, lecker, erholsam und noch so einiges mehr.

Ich sag mal so: Früher da habe ich zwei Stunden an einem einzigen Koffer, dem meinigen, gepackt. Habe genau überlegt, was ich mitnehme. Habe immer mindestens drei paar Schuhe mitgenommen, die Oberteile wurden farblich auf die Hosen abgestimmt und dazu noch ein/zwei passende Gürtel. Heute sieht das alles ein klein bisschen anders aus. Zwei große Koffer und zwei große Sporttaschen verteilt im Wohnzimmer. Die großen Kids legen mir ihre Wunschklamotten raus, für die Kleinen suche ich gefühlte 150 Teile für 7 Tage raus. Dann versuche ich alles super TETRISmäßig und super penibel in den Koffern und Taschen unterzubringen. Hier eine Schneehose in 178, da eine Winterjacke in 110, ein bisschen Skiunterwäsche in 128, für alle fünf dicke Winterstiefel, 15 Hosen, 12 Shirts, 35 x Unterwäsche, 35 x Socken, 5 Sonnenbrillen, 10 Mützen, 6 Schals, 3 Paar Skier plus Stöcke und zu guter Letzt noch zwei Schneeanzüge für die Zwillinge.

Klingt viel, ist es auch. Am Ende gucke ich, was an Platz noch übrig ist und siehe da: Da ist nichts mehr mit groß ‚Welche Hosen nehme ich denn nun passend zum Pulli mit?‘ und ‚ Welche Schuhe passen eigentlich am besten zu meiner Winterjacke?‘ Zwei Jeans, zwei Pullis, ein paar Schuhe und eine dicke Jacke….bei der Unterwäsche und den Socken habe ich dann allerdings nicht gespart…die passten noch super in die ‚Stopflöcher‘. Ach ja und Windeln, Milchpulver, Flaschen, Spuktücher, Feuchttücher und ein paar kleine Snacks durften natürlich auch nicht fehlen, also musste kurzerhand noch eine große blaue IKEA Tüte her halten. Ich habe leider kein Foto vom Auto gemacht…aber so viel: Es war voll so richtig voll… bis unters Dach. Wenn die Ebertowski’s Reisen….:-)

Gestartet sind wir mit dem Autoreisezug…ich muss dazu sagen, dass ich das letzte Mal mit 25 (also gefühlt letztes Jahr) Autoreisezug gefahren bin….alleine mit meinen Eltern…ohne Kinder…

Ein echtes Highlight: 7 Personen, davon zwei kleine krabbelnde Minimenschen auf 8 qm Platzangebot. Die Großen sind sofort in Ihre Kojen nach oben geflüchtet, damit wir unten auf dem Boden überhaupt noch Platz hatten aufrecht Stehen zu können, ohne ständig Angst haben zu müssen, Ausversehen auf einen der Zwillinge zu treten. Ein Bild für die Götter und wir kamen aus dem Lachen nicht mehr raus. Zum Glück hat uns keiner dabei gesehen. Immer wenn jemand das Abteil verlassen wollte, um auf Klo zu kommen, mussten sich erst einmal alle Anderen aufrecht hinstellen, da mit der #aufklomüsser überhaupt an die Tür kam. Hach, das war wirklich wunderbar und ein echtes Erlebnis für alle Beteiligten.

Das, das Schlafen zu dritt auf eine Breite von 60 cm schier unmöglich ist muss ich wohl nicht weiter erläutern….und wenn dann doch gegen 23 Uhr endlich alle schlafen, Du Dich nicht traust, Dich auch nur einen Millimeter mehr zu bewegen, damit nicht irgendjemand wieder geweckt wird, genau in diesem Moment fängt der Nachbar im Nebenabteil furchtbar laut an zu schnarchen oder die Lautsprecheranlage fängt furchtbar laut an zu pfeifen oder keiner weiß warum….

Um halb sechs waren auf jeden Fall alle wieder mehr putz als munter und das ‚Frühstück‘ wurde gebracht. Normalerweise sind Olli und ich sehr saubere und ordentliche Menschen….unser Abteil sah nach dem Frühstück aus, als wäre eine Brötchenbombe explodiert. Über Brötchenreste, leere Becelverpackungen, zerknickte Strohhalme von 5 Kabaschokotrinktüten….ja ja wenn ‚Engel‘ reisen…:-)

Angekommen im schönen Galtür haben wir dann eine wunderbare, tolle, großzügige Wohnung vorgefunden, die uns, ehrlich gesagt, die Strapazen der Anreise schnell vergessen ließ. Drei Schlafzimmer (Ich persönliche bin ja auch im Urlaub großer Fan vom eigenen Elterschlafzimmer), eine offene, helle Wohnküche und das Tollste: Direkter Blick und Zugang zur Piste mit eigener Terrasse. Ein Traum – schon da war mir klar, dass ich hier wohl den einen oder anderen Glühwein in der Sonne geniessen sollte…:-) Wir fahren nun schon seit sechs Jahren dort hin, hatten aber bisher immer nur Doppelzimmer….da wir ja bisher auch NUR zu fünft waren.:-)

http://www.birkhahn-galtuer.at/

Hier sei im Übrigen noch einmal angemerkt, dass dies KEIN gesponserter Urlaubstrip einer Bloggerin ist und ich, in diesem Falle, nicht für nette und tolle Worte bezahlt werde.:-)

Die sechs Tage vergingen wie im Flug. Die Kids sind jeden morgen alliene runter zur Schischule gefahren und darauf bin ich ehrlich gesagt so richtig stolz. Im letzten Jahr mussten wir Lenchen immer noch runterbringen….diesmal haben die zwei großen Schwestern sie mitgenommen. Mittags ein schnelles Mittagessen für sieben Personen gezaubert und diesmal nicht a la Küchenschlacht sondern eher a la Miracoli…hat trotzdem allen EINIGERMASSEN geschmeckt. Den restlichen Hunger haben wir dann mit Manner Waffeln und Almdudler gestillt.:-)

Der Mittwoch hielt noch eine kleine Überraschung bereit…das war der Tag an dem Olli den kleinen, zarten (:-)) Til hochheben wollte und es ‚Knack‘ machte….Hexenschuss vom feinsten. Naja irgendwas ist ja immer. Also los zum Arzt, zu dem wir, ab diesem Jahr, schon fast guter Bekannter, sagen könnten. Dieses Jahr Olli, davor das Jahr Marthi mit folgendem Krankenhausaufenthalt, davor das Jahr Lena und ich mit Magen-Darm-Grippe und davor das Jahr Emma mit fetter Mandelentzündung. Man könnte also sagen: Wir sind gute und verlässliche Kunden.:-)

Dank ein…zwei Spritzen konnte Olli aber schnell wieder hergestellt werden und gemeinsam waren wir wieder stark.:-)

So ein Urlaub mit fünf Kindern ist anstrengend. Jeder hat immer irgendwelche Wehwehchen: Da drückt der Schuh, da klemmt die Brille, da drückt es am Bauch, da leckt die Nase oder der Skilehrer ist einfach blöd. Am allerwichtigsten ist, dass man sich selbst, dabei nicht ganz vergisst. Und das musste ich, dank einer wunderbaren Babyphon App, nicht. So konnten wir ein paar Mal abends ganz in Ruhe, ohne zwei ausgehungerte Raubtierbabies, die gefüttert werden wollten, mit den großen Kindern und den Großeltern essen gehen. Ohne umgeschüttete Gläser, ohne Animationsprogramm mit Schlüsseln, Taschentüchern, Büchern und Strohhalmen. Das war auch mal schön und hat mir Ruhe verschafft. Ein leckeres Essen, ein guter Wein und mal nichts tun müssen. WUNDERBAR! Und die Mittagsschlafslots habe ich auch ganz wunderbar, meist in der Sonne, bei einem leckeren Glühwein genossen…man muss sich halt auch mal was gönnen.:-)

Zur Rückfahrt sei nur so viel gesagt: Hinfahrt x 2 = Machen wir so auf jeden Fall nicht nochmal…:-)

Also wie ihr schon heraushört, es gab von Allem etwas. Aber es war trotzdem sehr schön und ich bin sehr dankbar, dass wir diese Erlebnisse als Großfamilie so zusammen erleben durften. Ich freue mich schon auf den Sommerurlaub – wenn es wieder heißt: Wenn die sieben Engel reisen oder viel mehr: Ebertowski’s on TOUR!

Für Rechtschreibefehler entschuldige ich mich schon einmal im Voraus. Aber anscheinend hat auch das Word Rechtschreibung und Grammatikprogramm noch immense Schwierigkeiten mit der neuen Rechtschreibung.:-)



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Comments

  1. Schoener Blog! Und vieles kommt mir so bekannt vor. Ich hab inzwischen 8 Kids (0-11 Jahre) – leider jetzt alleinerziehend. Aber es macht trotzdem riesig Spass!

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